Collies vom Neckarwiesenweg

Zucht

Reservierung

Wir möchten natürlich die zukünftigen "Eltern" unserer Welpen persönlich kennenlernen und wenn wir uns dann auch noch sympathisch sind, werden unsere Welpen auf Wunsch reserviert. Eine Reservierungsgebühr erheben wir momentan noch nicht, dies wird sich aber in nächster Zeit ändern, da der Trend der Welpen-Interessenten dahin geht, sich bei verschiedenen Züchtern auf die Warteliste setzen zu lassen.

Es ist vielleicht noch anzumerken, dass auch ein persönliches Kennenlernen nicht bedeutet, dass wir uns für Sie entscheiden müssen. In der Regel warten wir ab, bis die Kleinen mindestens zwei Wochen alt sind und sich normal entwickeln, bevor wir Ihnen zu- oder absagen.

Wir bitten auch um Verständnis dafür, dass wir in der Welpenzeit keine Besuchshunde hier haben können - auch nicht "ehemalige" Welpen von uns. Unser Rudel und vor allem auch die Hündin mit ihren Welpen ist in dieser Zeit sehr sensibel und jede unbedachte Handlung eines Fremdhundes könnte die Situation schnell kippen lassen, auch wenn alle unsere Hunde sehr verträglich sind. Ein ganz wichtiger Punkt ist auch, dass die Welpen noch nicht geimpft sind und deren Immunsystem noch sehr anfällig ist, weswegen wir kein Risiko  eingehen werden, dass fremde Bakterienstämme oder fremde Keime durch den augenscheinlich gesunden Besuchshund eingeschleppt werden.

Ebenso bitten wir Sie darum, uns darüber zu informieren, ob Sie am selben Tag noch andere Welpen/Züchter besucht haben, wir müssen dann besondere Schutzmaßnahmen ergreifen, um eine Ansteckung mit übertragbaren Krankheiten zu verhindern.

Offener Brief an alle Welpenkäufer

Ihr habt uns sicher besucht, bevor Ihr Euren Hund mit nach Hause genommen habt. Ihr habt uns viele Fragen gestellt und wir Züchter haben sie Euch geduldig beantwortet. Auch wir haben Euch viele Fragen gestellt und versucht, Euch so gut wie möglich kennenzulernen. Wir haben Euch erklärt, wie der Hund gepflegt, gefüttert und gehalten werden sollte. Wir haben Euch auch gesagt, dass uns der Kontakt zu unseren Welpen immer wichtig sein wird und wir uns für sein ganzes Leben verantwortlich fühlen.

Warum? Weil wir unsere Welpen lieben!

Ihren ersten Atemzug haben sie in unseren Händen gemacht, wir haben gebangt um zartes Leben, wenig geschlafen und dafür gesorgt, dass unsere Welpen einen bestmöglichen Start in ein tolles und gesundes Hundeleben haben. Die Mutter Eures Hundes ist unser geliebtes Familienmitglied, manchmal auch der Vater, und wir haben uns etwas dabei gedacht, dass gerade diese Beiden die Eltern Eures Hundes werden.

Auch dies, weil wir unsere Hunde lieben!

Wir sagen nicht viel, wenn Ihr erzählt, dass Euer Hund nun plötzlich sein Futter nicht mehr mag und ertragen jeden Futterwechsel, ohne zu murren. Wir meckern auch nicht, wenn Ihr unserem Rat, Euch fortzubilden, dazuzulernen, nicht nachkommt, versuchen uns aber auch dann zurückzuhalten, wenn der Hund beginnt, Euch zu terrorisieren.

Denn wir lieben sie immer noch!

Freuen tun wir uns sehr über jedes Foto, jede Nachricht und jeden Anruf, auch noch nach Jahren.

Denn wir lieben unsere Hunde immer noch!

Wir sind nicht Züchter geworden, weil wir Langeweile hatten, wir nehmen all das auf uns, weil wir diese Rasse lieben und weil wir Euch einen Traum erfüllen, den Traum vom Hund. Also glaubt bitte nicht, dass Ihr uns die Liebe zu unseren Welpen mit ein paar Geldscheinen abkaufen könnt. Schöne Freundschaften entstehen auf diesem Weg, das möchten wir niemals missen. Viele Welpenkäufer berichten uns noch nach vielen Jahren, wie toll gerade dieser eine Hund ist, den sie damals bei uns erworben haben. Dann geht uns das Herz auf.

Leider gibt es eben auch die Anderen, die einfach so aus unserem Leben verschwinden, als hätten sie vergessen, dass wir Züchter es waren, die Ihnen einst Ihr Herz verkauft haben!!!

(Verfasser leider unbekannt)

Züchter oder Vermehrer...

Woran erkennt man nun den Unterschied zwischen einem guten, seriösen "Züchter" und einem "Vermehrer"?

Welpenkäufern oder Welpeninteressenten, die auf der Suche nach einem Familienmitglied und treuem Begleiter sind, fällt es oft schwer, hinter die Kulissen der Züchter zu schauen. Auch besucht man in der Regel nicht mehrere Zuchtstätten, um zu sie miteinander zu vergleichen. 

Es kann helfen, dem Züchter folgende Fragen zu stellen oder auf die nachfolgenden Dinge zu achten:

Wieviel Rassen züchtet der Züchter? Bei mehr als zwei Rassen ist Vorsicht geboten.

Wieviel Hunde leben im Haushalt und wo leben sie? Im Haus, im Zwinger, in der Scheune? Sind die "Rentner" auch dabei oder gibt es nur "aktive" Zuchthunde?

Wieviel Würfe fallen in der Regel in dieser Zuchtstätte pro Jahr? Bei Vereinen, die dem VDH angeschlossen sind, ist die Anzahl der Würfe im Jahr begrenzt, die Welpen werden beim Züchter ein- bis zweimal von einem Zuchtwart kontrolliert und Unstimmigkeiten protokolliert - das Protokoll kann sich der Welpenkäufer zeigen lassen.

Wo werden die Welpen geboren, in welchem Raum wachsen sie auf, haben sie einen welpengerechten Freiraum draußen?

Bei Züchtern, die mehr als zwei Würfe gleichzeitig betreuen, ist ebenfalls Vorsicht geboten, da eine individuelle Betreuung der einzelnen Welpen ab einer gewissen Anzahl nicht mehr möglich ist.

Billig-Welpen - oder doch vom Züchter?

Was viele nicht wissen – ein Großteil dieser Billighunde ist weder geimpft noch entwurmt. Die für einen Welpen dringend erforderliche Grundimmunisierung und Entwurmung von der sechsten bis zur zehnten Lebenswoche kostet normalerweise zwischen 80 und 100 Euro. Ein Hund für 50 Euro ist daher mit Sicherheit nicht geimpft und die teilweise ausgehändigten Impfpässe folglich gefälscht. Für das Wochenendgeschäft auf einzelnen Märkten kaufen die Hundehändler in der Regel wahllos Welpen in der umliegenden ländlichen Region, wo fast jeder einen unkastrierten Hund hält. Daneben findet aber auch eine Welpenproduktion im großen Stil auf regelrechten Hundefarmen statt. Hier werden viele Rassehündinnen auf engstem Raum gehalten, die permanent gebären müssen. Diese Hundewelpen sind einer Vielzahl von Bakterien, Viren und Parasiten ausgesetzt. Die in der ersten Zeit über die Muttermilch übertragenen Antikörper gewähren ihnen nur bis etwa zur vierten Lebenswoche einen gewissen Schutz, danach vermehren sich die Krankheitserreger jedoch rasant.

 

Die skrupellosen Hundehändler nutzen die kurze Zeitspanne von der fünften bis zur sechsten Lebenswoche zwischen Ende des Immunschutzes und Ausbruch der tödlichen Krankheiten zum Verkauf der Tiere, da sie hier noch recht gesund und munter aussehen. Dass man beispielsweise auf Polenmärkten für 50 Euro einen reinrassigen Boxer erstehen kann, für den man bei einem seriösen Züchter mindestens 900 Euro bezahlen müsste, ist sicherlich für manchen Hundefreund verlockend. Das vermeintlich gesparte Geld lässt man dann jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit beim Tierarzt, der den Kampf um das kleine Hundeleben oft nicht mehr gewinnen kann. Geiz ist eben nicht „geil“!

Wer nun denkt, dass ein Welpe, der in Deutschland zwischen 500 und 1.000 Euro kostet, sicher gesund ist und aus einer seriösen Quelle stammt, ist jedoch leider auf dem Holzweg. Denn viele deutsche Händler verkaufen ihre meist aus dem osteuropäischen Ausland billig eingekauften Hundebabys via Internet inzwischen einfach nur zu wesentlich höheren Preisen, um die weit verbreitete Meinung „teuer = gut“ zu bedienen. Durch diese Praxis wächst jedoch lediglich die Gewinnspanne der Händler, ihre „Ware“ ist, wie die Billigwelpen, natürlich ebenfalls häufig zu jung und todkrank. Auch den eventuell mitgegebenen Impfpässen sollte man nicht trauen, da diese in der Regel gefälscht sind. Gemäß den Schätzungen von deutschen Tierärzten sind über 50% der aus dem östlichen Europa stammenden Welpen dem Tod geweiht. Die meisten der Hundebabys erkranken nach kurzer Zeit an Parvovirose, einer hoch ansteckenden und meist tödlich verlaufenden Infektionskrankheit.

 

Grundsätzlich sinkt die Gefahr, einen kranken oder illegal nach Deutschland eingeführten Welpen zu kaufen, wenn man sich an einen heimischen seriösen Züchter wendet, der seine Hunde gut betreut und eine maßvolle Vermehrung betreibt. Aber auch hier finden sich viele schwarze Schafe, die Masse mit Klasse verwechseln und, meist mit mehreren Rassen züchten, was das Zeug hält.

Am besten besucht man den Züchter persönlich und verschafft sich einen eigenen Eindruck. Wie viele Hunde werden gehalten? Wo und wie leben die Tiere? Sind auch die Elterntiere vor Ort oder nur Welpen? Dürfen Sie als Besucher wirklich alles ansehen oder werden Ihnen in einem „Showroom“ ausgewählte Hundebabys präsentiert? Sind die Hunde gesund und ausgeglichen oder kränklich und verängstigt? Wenn Zweifel bestehen, nehmen Sie lieber Abstand von einem Kauf.

(Quelle: www.aktiontier.org)