Collies vom Neckarwiesenweg

Dies und Das

Seminar bei Janet Stadtmüller

Bei unserem Welpentreffen am 11. September beim Hundeverein Bad Mergentheim konnten wir einen kleinen Einblick in das Trainingsgeschehen gewinnen. Janet arbeitet nach der Methode von Hans Schlegel, dessen Ausbildungsmethode und Philosophie mir persönlich sehr gut gefallen. Im Laufe meiner "Hundezeit" habe ich viele Hundeplätze, Trainer und Trainingsmethoden kennen gelernt und muss doch immer wieder feststellen, dass letztendlich der Hundeführer derjenige ist, der die meisten Fehler macht.

Am 16. Oktober besuchten Anja und Rainer mit Antares, Simone mit Carlo (Cailean), Sabine und Matthias mit Stiny (Destiny), Corinna und Thomas mit Dexter und ich mit Amica und Joker ein Seminar bei Janet Stadtmüller.

Nach einer sehr interessanten und umfangreichen theoretischen Einführung ging es zum praktischen Teil des Seminars.

Entspanntes Sitzen
Richtiges Verhalten des Hundeführers
Genaues Beobachten der anderen Hunde
Gehen an lockerer Leine
Und es geht, trotz anderer Rüden keinerlei Theater

Ganz wichtig natürlich auch das Loben und der Körperkontakt mit dem Hund, und zwar auf "seinem" Niveau und von oben.

Stiny und Sabine
Dexter und Corinna
Antares mit Anja und Rainer
Carlo und Simone
Joker und Steffi

Auch das Laufen außerhalb des Hundeplatzes, also unter Ablenkung, war Teil des Seminars und wie man sieht, es klappte prima (wir hatten da am Anfang so unsere Zweifel).

Es war für uns alle ein absolut gelungener Tag. Vielen Dank Janet für alles und - wir kommen wieder!

Blutspende-Aktion

Unser Frodo wurde im Juli 2011 in der veterinärmedizinischen Klinik der Uni Gießen an der Lunge operiert. Während dieser sehr großen und schwierigen Operation benötigte er eine Bluttransfusion. Wir haben uns vorher über Blutspenden von Hunden keinerlei Gedanken gemacht, obwohl mein Mann und ich regelmäßig selbst Blut spenden. Kurzerhand haben wir uns entschlossen, unsere Collies als Blutspender der veterinärmedizinischen Klinik der Universität Gießen zur Verfügung zu stellen.

Im Juli spendeten Biene, Amica, Bandit, Joker und Tyson das erste Mal Blut. Alle Fünf haben die Prozedur vorbildlich über sich ergehen lassen und waren hinterher genau so fit und munter wie vorher. Zur Belohnung gab es natürlich eine große Portion Futter.

Am 21. Oktober 2011 waren wir wieder in der Uni Gießen und Biene, Amica, Joker und Tyson spendeten erneut Blut. Dieses Mal haben wir alles fotografisch festgehalten.

Jeder gesunde Hund zwischen dem 1. und 10. Lebensjahr kann Blut spenden. Er sollte mindestens 20 kg wiegen und der Impfstatus muss vollständig sein.

Und so sieht die ganze Sache dann aus:

 

Es wird eine Vene gesucht

Zuerst werden die Collies gründlich untersucht, die Herztöne werden kontrolliert, es wird Fieber gemessen, der ganze Hund wird abgetastet, das Zahnfleisch und die Zähne  werden angeschaut usw. Dann wird im Vorderlauf ein Venenkatheter eingeführt und eine Blutprobe entnommen, die sofort im Labor untersucht wird. Über diesen Venenkatheter wird während der Blutspende eine Infusion angeschlossen, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. 

Das Blut für die Spende wird an der Halsvene entnommen, da diese Venen deutlich größer sind. Zuerst wird eine Vene getastet, dann an dieser Stelle etwas Fell entfernt. Nun führt der Tierarzt die Nadel ein. Anders als in der Humanmedizin wird beim Hund das Blut mittels einer großen Spritze herausgezogen und in den Blutbeutel eingespritzt. Damit verkürzt man die Dauer der Blutspende. Der Hund sollte während der Blutspende entspannt auf der Seite liegen.

Die Nadel ist in der Halsvene
Das Blutspende-Team bei der Arbeit
Das Blut wird mittels einer Spritze abgezogen
Und in den Blutbeutel eingespritzt
Überstanden

Nun ist alles vorbei, Joker bleibt noch ein paar Minuten liegen bis die Infusion durchgelaufen ist. Der Tierarzt drückt noch kurze Zeit auf die Einstichstelle, um die Blutung zu stoppen.

Mehr Informationen zur Blutspende bei Hunden gibt es in der Justus-Liebig-Universität Gießen und in der Freien Universität Berlin . Wir sind der Meinung, dass Blutspenden eine wichtige Sache ist, sie kann unter Umständen Leben retten. Unsere Collies haben schon zum zweiten Mal gespendet und sie haben alles sehr gut überstanden.